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News: Übersicht

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Typisches 0:0-Spiel verloren
17.11.2008 von Marc Gogol (Die Norddeutsche)

Trotzdem sieht SVL-Trainer Schröder gute kämpferische Leistung

LEMWERDER. Auch gegen den neuen Tabellenführer FC Union 60 hat der SV Lemwerder in der Fußball-Bezirksliga seine Talfahrt nicht stoppen können. In einem lediglich kämpferisch und läuferisch auf hohem Niveau stehenden Spiel mussten sich die Schützlinge von Trainer Heiko Schröder mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

"Wir haben nur eine echte Torchance der Gäste zugelassen", war Heiko Schröder trotz der Niederlage ein wenig stolz auf sein Team. Diese eine Möglichkeit der Gäste brachte allerdings schon früh den Rückstand. Stephan Claespeter, der nach langer Verletzungspause wieder einmal von Beginn an auflaufen durfte, rutschte der Ball über den "Schlappen", davon profitierte in seinem Rücken ein Gästeakteur, und der hatte leichtes Spiel (4.). Danach entwickelte sich "ein typisches 0:0-Spiel" (Schröder) mit wenig Torszenen auf beiden Seiten.

"Wir waren nicht in der Lage, den Gegner in Bedrängnis zu bringen und uns Chancen herauszuspielen", bedauerte Heiko Schröder, dass seine Offensivabteilung erneut nicht den Hebel umlegen konnte. So lief Lemwerder bis zum Schluss dem Rückstand hinterher und kassierte in der Nachspielzeit durch einen 18-Meter-Freistoß den endgültigen Knock-Out. Auch die Einwechselungen von Björn Wolf und André Ziegenbein rund eine Viertelstunde vor dem Spielende brachten nicht die erhoffte Durchschlagskraft.

"Wenn in solch einer Phase das Selbstvertrauen fehlt, dann läuft es im Fußball halt oft so", analysierte Schröder. Dennoch glaubt er, mit der kämpferischen Leistung einen kleinen Neuanfang gesehen zu haben, der ihn für die drei Spiele bis zur Winterpause optimistischer dreinschauen lässt.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Ein Leben lang im Dienste des Sports
17.11.2008 von Christian Pfeiff (Die Norddeutsche)

Rolf Harms erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande

LEMWERDER. Eine ebenso gesellige wie feierliche Atmosphäre herrschte in der Milchbar der Ernst-Rodiek-Halle. Einem so hochrangigen Ereignis wie einer Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Band lässt sich in hiesigen Gefilden schließlich nicht alle Tage beiwohnen. Hauptperson dieses festlichen Ereignisses: Rolf Harms. Auf Anregung des Kreissportbundes (KSB) Wesermarsch sowie des ehemaligen Landrats Manfred Bergner bekam er für sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement den renommierten Orden aus den Händen von Landrat Michael Höbrink (SPD).

Harms war Zeit seiner Lebens in einer Vielzahl von Vorständen diverser landesweiter Sportverbände aktiv. Damit begibt sich Harms in die gute Gesellschaft solch großer Sportler-Namen wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Jürgen Klinsmann, die ebenfalls zu den Trägern dieser Auszeichnung gehören.

Seine sportliche Vereinskarriere begann Harms 1961 als Vorturner beim Lemwerder Turnverein (LTV). Kaum sieben Jahre später avancierte er zum Vizevorsitzenden des Turnkreis Wesermarsch und bekleidete diesen Posten zwei Jahre später auch beim LTV.

Fachkenntnis, Kompetenz und stets vorhandene Basisnähe qualifizierten ihn für größere Aufgaben: 1972 übernahm er für 16 Jahre den Vorsitz des Turnkreises, 1979 den des KSB Wesermarsch, welchem über 150 Sportvereine mit mehr als 50 000 Mitgliedern angehören. Nach seinem Rücktritt im August dieses Jahres wurde er zum ersten KSB-Ehrenvorsitzenden ernannt.

Über alle Vorstandstätigkeiten bewahrte Harms jedoch stets den direkten Draht zur Basis, betätigte sich neben seinem siebenjährigen LTV-Vorsitz von 1993 an zeitgleich noch als Turnwart und Leiter diverser Gruppen sowie als Sportjournalist. Da war es gänzlich nach dem Gusto des Geehrten, dass auch der Festakt zur Ordensverleihung von sportlichen Darbietungen des Stedinger Turnvereins flankiert wurde.

Vor sechs Jahren wurde Harms zudem zum Vizepräsidenten des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB) gekürt. So sei es vor allem sein Verdienst, dass der Sport im Landkreis Wesermarsch heute eine solch bedeutende Rolle spiele, lautete der einhellige Tenor der Gratulanten aus Politik und von Verbandsgenossen. Nicht nur habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gemeinde zurecht stolz auf ihre Sportstätten sein könne. Auch habe er seine Vorstandsposition genutzt, um den KSB zu einer schlagkräftigen Interessenvereinigung auszubauen, was dem Landkreis nicht zuletzt ein Lob für die besten Sportförderrichtlinien Niedersachsens eingebracht habe.

Spürbare Dankbarkeit und persönliche Anerkennung schwangen jederzeit in den Grußworten und Gratulationen mit, die unter anderen Landrat Höbrink, NTB-Präsident Heiner Bartling, Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann und der ehemalige Landrat Udo Zempel an den Würdenträger richteten und ihn einmütig als kompetenten und fairen Kooperationspartner sowie als Koryphäe seines Gebiets lobten.

Harms selbst schlug hingegen in seiner Dankesrede bescheidene Töne an: Obwohl diese Auszeichnung für ihn eine besonders hohe persönliche Anerkennung darstelle, sehe er sich selbst vor allem als ein Teil von Gemeinschaften, deren Erfolg maßgeblich von der Summe ihrer Einzelteile abhänge. "Es verhält sich also wie im Fußball, wo der Mannschaftskapitän stellvertretend für alle Spieler den Pokal in Empfang nimmt."

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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I. Deichband: Müssen auch Proben nehmen
07.11.2008 von Georg Jauken (Die Norddeutsche)

Leicht erhöhte Dioxinwerte in Rodenkirchen mahnen

LEMWERDER·BERNE. "Wir werden auch Proben nehmen müssen": So reagierte der Vorsteher des I. Oldenburgischen Deichbandes, Christel Bohn, auf den Fund giftiger Substanzen an Jadebusen und Unterweser. Über die Herkunft des Dioxins und der sogenannten polychlorierten Biphenylen (PCB), die dort bei Stichproben gefunden wurden, ist zwar noch nichts bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Gifte mit der nächsten Hochwasserwelle die Weser hinauf getragen werden.

Insbesondere jene außendeichs gelegenen Flächen zwischen Orth und Warfleth, die für gewöhnlich bei Hochwasser überspült werden, will Bohn im Auge behalten. Grund zur Beunruhigung sieht er aber nicht. "Was in Brake im Wasser ist, kommt auch hier an", sagt Bohn. Was den Vorsteher beruhigt: In den am Weserufer in Rodenkirchen untersuchten Pflanzen und Gräsern waren lediglich leicht erhöhte Dioxin- und PCB-Werte nachgewiesen worden, berichtete der Umweltdezernent des Landkreises Wesermarsch, Günter Mühlner.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Stichproben am Jadebusen und an der Weser in Pflanzen und Treibsel Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen PCB gefunden wurden, die zum Teil um das Vierfache über dem zulässigen Grenzwert für Futtermittel liegen. Die Untersuchung auf den Salzwiesen am Jadebusen und an der Weser bei Blexen und Rodenkirchen wurden vom II. Oldenburgischen Deichband - nach ähnlichen Giftfunden an den Flüssen Ems und Elbe - bei einem privaten Analyse-Institut in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse des als seriös geltenden Instituts müssen aber noch durch das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg amtlich bestätigt werden. Deren Untersuchungen sollen möglichst bald beginnen. Voraussetzung ist jedoch, dass genug hohes Gras gefunden wird. Um eine einzelne Probe zu nehmen, sind zweieinhalb bis fünf Kilogramm Gras erforderlich.

Da die betroffenen Flächen vor Mai nächsten Jahres voraussichtlich nicht wieder beweidet werden, sieht man beim Laves keine Gefahr im Verzug. Leenert Cornelius, Vorsteher des II. Deichbandes, und Norbert Heising, vom Veterinäramt JadeWeser, versicherten, dass alle Schlachttiere, die auf den betroffenen Flächen gegrast haben, auf Rückstände untersucht würden. Die Erfahrungen von der Ems hätten gezeigt, dass Milch und Fleisch aus dem betroffenen Gebiet unbedenklich sind. Schafslebern wiesen höhere Belastungen auf.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Trotz Resignation weiter kämpferisch
07.11.2008 von Oliver Meibohm (Die Norddeutsche)

Lemwerders Trainer Heiko Schröder ist unzufrieden / Kapitän Henning Diers spricht von einem "Teufelskreis"

LEMWERDER. "Eine gewisse Resignation ist bei mir auf jeden Fall vorhanden." Heiko Schröder ist mit seinem Latein am Ende. Seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren als Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Lemwerder versucht er, aus vielen "Einzelkämpfern" eine Einheit zu formen, die den Aufstieg in die Landesliga schaffen kann. "Dieses Ziel haben mein Co-Trainer Gerd Kuhn und ich bis zum jetzigen Zeitpunkt klar verfehlt", nimmt Schröder kein Blatt vor den Mund.

Klar verfehlt hat der SVL deshalb auch seine sportlichen Ziele, mit denen der Verein aus der Wesermarsch in die Saison gestartet war. Rang elf mit lediglich zwölf Punkten lautet die ernüchternde Bilanz nach zehn Spielen. Zuletzt blieb Lemwerder sogar sechsmal in Folge ohne Sieg und kassierte zudem bittere Derby-Niederlagen gegen Türkspor II, Lüssum und Blumenthal II. Und Heiko Schröder findet, dass die Tabelle nicht lügt. "Wir stehen da, wo wir leistungsmäßig hingehören."

Das Klima innerhalb der Mannschaft habe schon in der vergangenen Saison nicht gestimmt und letztlich dafür gesorgt, dass der Aufstieg verpasst worden war. Gegen diese "Cliquenwirtschaft" wollte der SVL-Trainer etwas unternehmen. "Wir fassen die Jungs jetzt härter an", hatte der 45-Jährige im Sommer angekündigt. Daraus wurde nichts. "Ich komme mir echt machtlos vor", zuckt Heiko Schröder mit den Schultern. "Wir können nur als Team funktionieren. Doch eben dieses Team gibt es bei uns nicht."

"Stimmt", nickt Stephan Claespeter. "Wir sind zurzeit keine Mannschaft. Und die Einstellung insgesamt ist sehr fragwürdig." Zwar hat der 32-Jährige nach langer Verletzungspause (Knorpelschaden im linken Knie) in dieser Serie nur ein Punktspiel bestritten, die Nähe zur Mannschaft habe er deshalb aber nicht verloren. "Die Trainingsbeteiligung ist äußerst mager, und zudem fehlt es einigen Akteuren an der richtigen Selbsteinschätzung."

Von einem "Teufelskreis" spricht Henning Diers. Der Torjäger sei vor eineinhalb Jahren von der Spielvereinigung Berne nach Lemwerder gewechselt, "um in die Landesliga aufzusteigen." Zurzeit sei die Mannschaft von diesem Ziel jedoch meilenweit entfernt. "Bei uns fehlt der Zusammenhalt. Wir sind auf dem Platz keine richtige Einheit. Es wird zu viel gemeckert, wenn es nicht läuft."

Den Teufelskreis von sechs sieglosen Spielen in Folge wollen die Lemwerderaner am morgigen Sonnabend durchbrechen. Dann spielen sie beim Spitzenreiter TSV Hasenbüren. "In dieser Begegnung sind wir kein Favorit und stehen nicht so unter Druck, als wenn wir gegen Grolland oder Werder IV auflaufen", hofft Stephan Claespeter auf die Wende zum Guten. "Wir müssen endlich mal in Führung gehen, unsere leichten Fehler schnellstens abstellen und benötigen dringend ein Erfolgserlebnis", hat auch Henning Diers die Hoffnung nicht gänzlich aufgegeben, dass der SV Lemwerder in dieser Serie vielleicht doch noch eine gute Rolle spielen kann.

Aufgeben wird übrigens auch Heiko Schröder nicht. "Ich werfe die Flinte nicht einfach so ins Korn", gibt sich der Trainer kämpferisch. "Außerdem", betont der 45-Jährige, "haben wir an Hasenbüren gute Erinnerungen. Dort haben wir im Vorjahr, als es bei uns zuvor ebenfalls nicht rund gelaufen war, 3:1 gewonnen und anschließend eine Serie gestartet." Der Trainer glaubt also weiterhin an bessere Zeiten - aber er ist auf ein funktionierendes Team angewiesen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Tennis-Anlage wird winterfest
29.10.2008 von HJO (Die Norddeutsche)

BERNE (HJO). Es ist nicht zu leugnen: Der Winter lässt angesichts des ersten Frostes dieser tage nicht mehr auf sich warten. Deshalb treffen sich am kommenden Sonnabend, 1. November, die Mitglieder des Berner Tennisvereins ab 10 Uhr auf dem Tennisgelände am Schulplatz, um zum Ende der Freiluftsaison ihre Anlage winterfest zu machen. Der Vorstand des Vereins hofft auf rege Beteiligung. Wer am Sonnabend verhindert ist, aber vielleicht vorher eigenständig Hand anlegen möchte, möchte sich beim Platzwart Werner Wolff, Telefon 044 06 / 68 60, melden und dort die notwendigen Arbeiten erfragen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Lampenfieber vor Kampf mit den Windmühlen
29.10.2008 von Julia Ladebeck (Die Norddeutsche)

Eden Theater feiert morgen Premiere des Stücks "Don Quijote"

LEMWERDER. Langsam aber sicher steigt das Lampenfieber. Wenige Tage vor der Premiere des Theaterstücks "Don Quijote oder die Träume werden wahr" in der Begu Lemwerder werden die Akteure des integrativen Eden Theaters langsam nervös. "Ich hab Angst, dass irgendwelche Fehler passieren", sagt Birgit D uhm, die im Stück gleich drei Rollen übernimmt. Morgen, da sind sich die Schauspieler einig, muss einfach alles glatt gehen.

Im Februar dieses Jahres hatten die 13 Frauen und Männer unter der Leitung von Waldo Bleeker und Theaterpädagogin Mirjam Dirks mit den Proben begonnen. "Für das Stück haben wir uns entschieden, weil es durch die Vielfalt der Abenteuer, die Don Quijote und Sancho Pansa in der Geschichte erleben, die Möglichkeit bietet, einzelne Szenen herauszugreifen und darzustellen", so Waldo Bleeker.

Don Quijote und seiner treuer Freund und Knappe Sancho Pansa machen sich auf, um als fahrende Ritter gegen das Unrecht zu kämpfen und allerhand Abenteuer zu bestehen. Wie die edlen Helden in ihren geliebten Ritterromanen wollen sie sich in Gefahren stürzen und so beginnt eine spannende Reise, in deren Verlauf Windmühlen zu wirbelnden Gespenstern, Mönche zu Zauberern, Gasthöfe zu Schlössern und ein Bauernmädchen zur Prinzessin werden.

"Das Stück stellt besondere Herausforderungen an die Schauspieler, weil sie darin bestimmte vorgegebene Rollen spielen und mit Leben füllen müssen", erklärt Waldo Bleeker. Dabei seien vor allem ihre individuellen Fähigkeiten und Kreativität gefragt. "Die Texte kommen von den Schauspielern selbst", erläutert der Gruppenleiter. Ganz neu ist für die behinderten Akteure die Zusammenarbeit mit den Musikern der Gruppe "Die lustigen Harmoniker", die die Szenen während der Aufführung musikalisch untermalen und zum Teil auch auf der Bühne präsent sein werden.

"Die Kooperation mit Nichtbehinderten ist mir sehr wichtig", betont Waldo Bleeker, der die Mitglieder der Musikgruppe spontan eingeladen hatte, bei der Theaterproduktion mitzuwirken. "Wir haben uns eine Probe angeschaut und dann gleich zugesagt", erzählt Erich Bolte, Leiter der "Lustigen Harmoniker". Zu den einzelnen Szenen suchten die Musiker passende Stücke aus ihrem Repertoire und stellten so das Programm zusammen. "Jetzt sind wir gespannt, wie am Donnerstag alles klappt."

Auch die Mitglieder des Eden-Theaters fiebern dem Premierentag entgegen. Alle haben bereits Bühnenerfahrung, einige der Schauspieler sind bereits seit Gründung des Eden-Theaters im Jahr 2000 dabei. So auch Hergen Bauer, der in "Don Quijote" einen falschen Bräutigam und einen Feldarbeiter verkörpern wird. "Unser Stück ’Die Heilige Johanna der Schlachthöfe’ war auch ein geschichtliches Stück - so wie Don Quijote. Das gefällt mir", sagt er. Wie auch die anderen Darsteller hat er für die erste Aufführung nur einen Wunsch: "Hoffentlich geht alles gut."

Die Premierenaufführung des Musiktheaters "Don Quijote oder die Träume werden wahr" beginnt morgen um 20 Uhr in der Begegnungsstätte Lemwerder, Edenbütteler Straße 5. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

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Buchausstellung und Basar
29.10.2008 von Hannelore Johannesdotter (Die Norddeutsche)

Aktionen im Pfarrsaal Heilig-Geist

LEMWERDER. Am Sonntag, 2. November, veranstaltet die katholische öffentliche Bücherei, An der Kirche 1, in Lemwerder ihre traditionelle Buchausstellung mit Basar und Caféteria. Beginn ist nach dem Gottesdienst um 12.30 Uhr. Bis 17 Uhr kann die Ausstellung im Pfarrsaal der Kirchengemeinde besucht und können in der Bücherei Bücher ausgeliehen werden.

Die katholische öffentliche Bücherei arbeitet mit dem gemeinnützigen Borromäus-Verein in Bonn zusammen. Von dort erhält sie alljährlich das Sortiment für die Ausstellung: Neuerscheinungen und Bücher aus allen Sparten wie Belletristik, Sachbücher und Ratgeber, Lexika und Bildbände, Geschenkbändchen, Kinder- und Jugendliteratur. Außerdem werden Spiele, Musik-CDs und -Kassetten, Hörbücher vorgestellt.

Es ist möglich, die Bücher der Ausstellung anzuschauen, darin zu schmökern, und sie bei Gefallen zu bestellen. Da Bücher der Preisbindung unterliegen, werden sie zum gleichen Preis wie im Buchhandel abgegeben. Allerdings profitiert die Bücherei von den Käufen, da sie pro bestelltem Buch einen kleinen Anteil vom Borromäus-Verlag erhält. Zusammen mit den Erlösen aus Basar und Caféteria kommt dieses Geld der Anschaffung neuer Medien zu Gute.

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Dor büst du platt - Premiere mit Kinderakademie
21.10.2008 von Georg Jauken (Die Norddeutsche)

Festival für neue niederdeutsche Kultur in der Begu

LEMWERDER. Auch wenn sich das Hochdeutsche hierzulande immer mehr durchsetzt, das Plattdeutsche ist ein wichtiger Faktor der regionalen Identität. Um den Erhalt der Sprache und der niederdeutschen Kultur zu fördern, gibt es das Festival PLATTart. Vor zwei Jahren war Premiere in Oldenburg. Diesmal sollen die "neuen Wege" bei der Vermittlung der niederdeutschen Sprache und Kultur, um die es den Festivalmachern geht, in der ganzen Region zwischen Bad Zwischenahn, Varel und Achim beschritten werden. Zu den Festivalorten gehört auch die Begu Lemwerder, wo zum Auftakt von PLATTart Theater auf dem Programm steht. "De Brook- und Lechtersietspeelers" aus Altenesch haben eine zeitgenössische Version des Spielfilm-Klassikers "Vom Winde verweht" entwickelt, am Mittwoch, 12. November, ab 20 Uhr ist Premiere.

"Van`n Wind...." ist die tragisch-romantische Geschichte um Scarlett, Rhett, Melanie und Ashley, eingebettet in den Kampf um Freiheit und Abschaffung der Sklaverei im Süden Amerikas. Die Schauspieltruppe des Heimatvereins Altenesch um Regisseur Frank Fuhrmann hat nun mit Spiellust, Energie und Fantasie alles an Liebesszenen, Hochzeiten, Todesfällen, Feste und Flucht für die Bühne arrangiert, was dazu gehört. Doch was in dem bekannten Film beinahe unerträgliche 230 Minuten dauert, bringen die Altenescher in höchst turbulenten 45 Minuten in norddeutscher Klarheit auf den Punkt.

Es soll mal eine Zeit gegeben haben, da sprach man in der halben Welt Plattdeutsch, zumindest dort, wo die Hanse ihre Handelskontore besaß, wie in Nowgorod, Bergen, Brügge und London. Wo die Sprache herkommt und wie es heute um sie steht, ist Thema der Kinderkademie "Dor büst du Platt" für Fünft- und Sechstklässler am Donnerstag, 13. November, ab 14.30 Uhr. Dr. Jörg Peters, Professor für Niederdeutsche Sprache an der Universität Oldenburg, hat den jungen "Studierenden" dazu eine ganze Menge zu erzählen.

Neben dem plattdeutschen Theater sind es vor allem die plattdeutschen Liedermacher, die stets großen Publikumszuspruch erzielen. PLATTart 2008 stellt am Sonnabend, 15. November, 20 Uhr, drei Liedermacher der jüngeren Generation vor. Die plattdeutsche Muttersprachlerin Cornelia Ehlers (25) ist seit Januar Dramaturgin für Niederdeutsches Schauspiel am Oldenburgischen Staatstheater. In ihren weichen, melodischen Kompositionen und Bearbeitungen wandelt sie auf den Spuren moderner Singer-Songwriter wie Katie Melua. Jan Graf (32) aus Buxtehude singt zur Gitarre plattdeutsche Texte der eher un-friesischen Art. Typische Klischees von Friesen, die hinter dem Deich Tee trinken, spart er aus und singt lieber über sich, von Kneipennächten oder auch der Kraft der Liebe. Die Hamburgerin Anna-Julia Meyer (26) gründete einst mit Freunden die erste nordfriesische Rockband der Welt, um unter dem Namen "Lembeck" durch Norddeutschland zu touren. Hin und wieder singt sie aber auch solo, so wie bei PLATTart.

Und dann wären da noch die "Filmemokers" aus Sulingen. Zum Abschluss des Festivals am Sonntag, 16. November, 20 Uhr, ist ihr neues Werk zu sehen: "De lesste Apparatspott - Dat mokt wie gistern". Darin geht beim Test der "Sulinger Tiedröhrn" einiges schief. Die "Börgermestersche" geht verloren. Auch Käpt’n Kork, der sie retten soll, verschwindet, ebenso zwei weitere Männer der Apparatspott-Crew, die hinterher stürmen, um sie zu suchen. Wegen eines Fehlers im System landen sie alle im Mittelalter: Dor warrt se van ‘n ,Sheriff van Nordenham' fastnahmen un schöllt ophangen warrn. De Laag schient meist mehr as düüster...

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Konzert für die ältere Generation
17.10.2008 von MAG (Die Norddeutsche)

LEMWERDER (MAG). Das Deutsche Rote Kreuz lädt für Sonnabend, 22. November, von 15.30 bis 18 Uhr zum "Konzert für die ältere Generation" in die Ernst-Rodiek-Halle ein. Mitwirkende sind das Orchester des Bundesbahnsozialwerkes Brake, der Stedinger Shanty Chor Lemwerder und das Akkordeonorchester "Bremer Stadtmusikanten". Bei vorheriger Anmeldung ist es möglich, zuvor ab 14 Uhr an einer Kaffeetafel teilzunehmen. Anmeldungen werden bis Sonntag, 9. November, unter der Telefonnummer 04 21 / 67 14 37 oder 04 21 / 538 30 27 entgegen genommen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Wenn das Katzenklo zur Goldgrube wird
02.10.2008 von Sebastian Manz (Die Norddeutsche)

Manufaktur veredelt Kaffeebohnen mit ungewöhnlichem Werdegang

LEMWERDER. Ein wenig seltsam war es schon, als vor einigen Monaten das Telefon in der Caféserie in Lemwerder klingelte und ein Mitarbeiter der indonesischen Botschaft um Audienz bat. Man sei auf Partnersuche, um den Handel mit einer äußerst ausgefallenen Kaffeespezialität voranzutreiben und dafür wolle man den kleinen Betrieb am Hansering gewinnen, ließ der Vertreter des südostasiatischen Landes wissen.

Auf seltene Kaffees hatte sich die unscheinbar gelegene Röstmanufaktur seit ihrer Gründung vor gut einem Jahr ohnehin spezialisiert. Doch etwas Vergleichbares wie dieses indonesische Produkt namens Katzenkaffee hatte Geschäftsführer Rolf Sauerbier trotz seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Kaffeegeschäft noch nicht gekostet. Für ihn stand fest, dass der Kopi Luwak, wie er im Herkunftsland genannt wird, ab sofort in den Röstapparaturen der Caféserie veredelt werden soll.

Doch was macht diese völlig gewöhnlich wirkenden Bohnen so besonders? Sauerbier lässt sich die irritierende Antwort schmunzelnd entlocken: "Der Kopi Luwak hat seinen Namen von einer südostasiatischen Schleichkatzenart. Die Tiere fressen die reifen Kaffeekirschen und fermentieren den Rohstoff in ihrem Verdauungstrakt. Die Ausscheidungen bilden dann die Grundlage für den Gourmet-Kaffee."

Aufgrund der Rohstoff-Knappheit, die eine solch komplizierte Produktionsweise mit sich bringe, würden jährlich nur 300 Tonnen der Bohnen gehandelt. Nicht zuletzt deshalb gilt Katzenkaffee als der teuerste Kaffee der Welt. Für 250 Gramm der braunen Saat müssen Feinschmecker 40 Euro berappen - Tendenz steigend, denn Kopi Luwak ist drauf und dran ein Trendgetränk zu werden. Wer sich solch wertvollen Wachmacher leistet, erhält folgerichtig ein Echtheitszertifikat gleich mit dazu. Denn schon fühlen sich Betrüger auf den Plan gerufen, die vermeintlichen Katzenkaffee absetzen, obwohl die Bohnen nie einen Luwak-Darm von innen gesehen haben.

Die ungewöhnliche Veredelung durch Verdauungsenzyme und Magensäure ist laut der Fachzeitschrift Food Research International verantwortlich für das einzigartige Aroma des Heißgetränks. Bevor die Bohnen allerdings in einen Röster gekippt werden, durchlaufen sie mehrere Reinigungsstufen. Es wird gewaschen, geschält und erhitzt bis die Exkremente aussehen, wie gewöhnliche Kaffeebohnen. Weit und breit ist die Lemwerderaner Caféserie laut ihrem Geschäftsführer die einzige Rösterei, die diese Bohnenart veredelt.

Seit den 1990er Jahren, als ihn amerikanische Kaffee-Pioniere der Anonymität des indonesischen Urwalds entrissen, ist Katzenkaffee zu größerer Bekanntheit gelangt. Getrunken wurde Kopi Luwak zwar schon immer von den Einheimischen, jedoch betrachteten diese ihn eher als minderwertiges Produkt. "Irgendwann hat jemand ganz laut ’Marketing’ gerufen und die Sache kam ins Rollen", vermutet Sauerbier.

Schmeckt der edle Tropfen denn überhaupt? Der wohl prominenteste Fan des Kopi Luwak, "Ex-Monty Python" John Cleese, gerät auf seiner Internetseite jedenfalls ins Schwärmen, wenn er seinen Lieblingskaffee beschreibt: "Erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade."

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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  21.11.2008, 03:40 Uhr Lesezeichen hinzufügen! E-Mail an Webmaster 
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