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News: Übersicht

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Freiwillige Feuerwehren "zur Resttruppe für alles geworden"
05.01.2009 von Hannelore Johannesdotter (Die Norddeutsche)

Bürgermeister fordert finanzielle Mittel von Bund und Land

Hekeln. Die Überraschung war perfekt: Bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Hekeln wurde Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp vom Ober- zum Hauptbrandmeister befördert. Bürgermeister Bernd Bremermann hatte sich diese Würdigung bis zum vorletzten Tagesordnungspunkt aufgespart.

Der Gruppenraum im Feuerwehrhaus Hekeln platzte bei der Versammlung aus allen Nähten. Dort begrüßte Ortsbrandmeister Detlef Dierßen rund 30 Mitglieder und zahlreiche Gäste, Den Rückblick auf 2008 gab seine Stellvertreterin Inge Niekamp. Sie berichtete von zwölf Einsätzen, darunter drei Verkehrsunfällen, zwei Hilfeleistungen und vier Fehlalarmen bei Fassmer. Zwei Brände, zu denen die Freiwilligen aus Hekeln gerufen wurden, ereigneten sich im Ort Berne und der Nachbargemeinde Lemwerder.

Dass die Freiwilligen Feuerwehren heute "zur Resttruppe für alle Dienstleistungen geworden ist", veranlasste Bürgermeister Bremermann zu kritischen Worten in Richtung Bund und Land, die sich nach seiner Auffassung an der Ausstattung beteiligen sollten. Dass sich das ehrenamtliche Feuerlöschwesen in Berne sehen lassen könne, sei bisher ausschließlich ein Verdienst der Gemeinde.

Die 35 Aktiven der Wehr Hekeln - 32 Männer und drei Frauen - absolvierten im vergangenen Jahr 2796,6 Stunden. Ortsbrandmeister Dierßen legte Wert auf die Feststellung, dass diese Zahl die reinen Dienststunden umfasse. Nicht mitgerechnet seien jene sieben Tage des Zeltlagers. "Dann kämen wir auf eine Zahl, die uns keiner glaubt." Diensteifrigstes Mitglied war Gerold Imhoff, der keinen der 39 Dienste versäumte. In der Ortswehr Hekeln liegt das Durchschnittsalter bei 34 Jahren.

Die turnusmäßige Neuwahl des kompletten Ortskommandos außer den beiden Ortsbrandmeistern stand auf der Tagesordnung. Jens König wurde vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister befördert - eine Würdigung seiner Verdienste als Ortsjugendfeuerwehrwart.

Bei seinem Grußwort zeigte sich Gemeindebrandmeister Niekamp einsichtig, aber auch kämpferisch. Alle Anträge der Wehren für 2009 seien in den Gemeindehaushalt übernommen worden. Erhöhungen lasse der nicht zu. Aber, "gegen Streichungen im Feuerwehrkonzept 2000plus werde ich mich mit allen Kräften sträuben." Die seien mit ihm als Bürgermeister auch nicht zu machen, versicherte Bremermann.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Jugend kann sich sehen lassen
05.01.2009 von Hannelore Johannesdotter (Die Norddeutsche)

Alexander Haje und Hagen Niekamp Jugendwehrmitglieder 2008

Hekeln. Die Freiwillige Feuerwehr Hekeln genießt einen guten Ruf. Das beginnt schon bei der Jugendfeuerwehr, die bei Vergleichswettkämpfen nicht nur mit erfreulichen Platzierungen glänzt, sondern auch eine vorbildliche Kameradschaft pflegt.

Das wurde bei der Hauptversammlung des Feuerwehr-Nachwuchses deutlich, und mehrfach lobend erwähnt. So haben die Mädchen und Jungen im vergangenen Jahr beim Kreisausscheid im Bundeswettbewerb unter 18 Jugendfeuerwehren den zweiten Platz belegt. Sie kamen in der Jahreswertung unter den insgesamt 21 Jugendwehren des Landkreises Wesermarsch auf den siebten Rang. Fast noch höher bewertete Gemeindejugend-Feuerwehrwart Karsten Windhorst den zehnten Platz, den die Jugendlichen in Nordhorn beim Bezirksausscheid erreichten. An dem hatten sie überhaupt erst zum zweiten Mal teilgenommen.

Dass die derzeit sechs Mädchen und sechs Jungen der Hekeler Jugendfeuerwehr so gut drauf sind, ist sicherlich ein Verdienst ihrer Betreuer, die - wie die Bilanz zeigt - von den geleisteten 3113 Dienststunden im Jahr 2008 allein ein Drittel aufbrachten. Die Jugendfeuerwehrwarte Jens König und Sarah Krimmert sind gemeinsam mit den Betreuern Stefan Imhoff, Sven König und Björn Lösekann in ihrer Arbeit und ihrem Können ein Vorbild für die Jugendlichen.

Dass die Jugendfeuerwehr Hekeln so gut dasteht, verdankt sie auch den jungen Mitgliedern, die alljährlich bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Nachdem die bisherigen Gruppenführer und Jugendsprecher Hagen Niekamp und Pascal Fuhrmann 18 Jahre alt geworden sind, scheiden sie aus der Jugendwehr aus und wechseln zu den Aktiven. Sofort fand sich mit dem bisherigen Schriftwart Maik Beyer ein neuer Gruppenführer, dem Kim Christin Kläner zur Seite steht. Das Amt der Schriftwartin wurde Julia Harms übertragen.

Für manche der jungen Mitglieder ist der freitägliche Dienst eine angenehme Pflicht, der sie gerne nachkommen. So versäumten Hagen Niekamp und Alexander Haje im Jahr 2008 keine der 92 Dienststunden. Sie wurden gemeinsam zu Jugendfeuerwehrmitgliedern gekürt und von Jens König mit Pokalen ausgezeichnet.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Ein müder Weihnachtsmann
16.12.2008 von Sabine Heinen (Die Norddeutsche)

Kinder proben für das Krippenspiel am Heiligabend

LEMWERDER. Über 20 aufgeregte Kindergarten- und Schulkinder der Kirchengemeinde Altenesch-Lemwerder üben seit zwei Wochen im Gemeindehaus Lemwerder. Geprobt wird für den Familiengottesdienst am Heiligabend.

"Frederick entdeckt Weihnachten", so lautet diesmal der Titel des Krippenspiels. Frederick, eine kleine Maus, trifft eine Gans (gespielt von Marnie), die sich zu Weihnachten in Lebensgefahr fühlt, und den Weihnachtsmann (Malte). Er ist müde und kaputt. Dann noch die Hausfrauen (Paula und Mailin), die einfach nur gestresst sind.

Frederick weiß nicht, ob es "Wein-Nachten" oder Weihnachten heißt, bis er auf die Hirten trifft. "Wir erklären dir Weihnachten einmal ganz genau", sagen sie.

Dann wird aus der Kinderbibel eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen: Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem. Es geht um die Geburt im Stall und um die Hirten auf dem Feld. Szenen, die von den kleinen Künstlern in "Standbildern" dargestellt werden.

Natürlich wird bei den Proben auch gelacht. Die Hirten zum Beispiel konnten sich nicht einig werden, in welche Richtung auf den Stern von Bethlehem gezeigt werden soll. "Das gehört dazu", so Vikarin Bode, "aber dafür sind die Proben da. Bis zum Heiligabend schaffen wir das auf jeden Fall!", ist sie überzeugt.

Das Krippenspiel ist am 24. Dezember jeweils ab 15 Uhr und 16.30 Uhr in der von Familie Bahr weihnachtlich geschmückten Scheune in der Ritzenbütteler Straße 67 in Lemwerder zu sehen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Sechs für drei Viertel
16.12.2008 von Albrecht-Joachim Bahr (Die Norddeutsche)

Begu Lemwerder wirbt mit Abo-Ticket / 24 Euro gespart

LEMWERDER. Die Begu Lemwerder will noch mehr Lust auf Kultur machen: Sie wirbt dieser Tage für das Begu-Abo-Ticket, mit dem Interessenten sich für sechs Veranstaltungen feste, nummerierte Plätze sichern und dabei noch Geld sparen können. Statt 92 Euro, ermäßigt 80 Euro, zahlen Abonnenten nur noch 68 Euro, ermäßigt 60 Euro. Zusätzlich gibt es noch einen Gutschein über 5 Euro für eine weitere Veranstaltung nach Wahl. Und falls es mal mit dem Besuch nicht klappt: das Abo ist übertragbar. Allerdings kann man es nicht über Internet bestellen.

Die Reihe der Abo-Veranstaltungen beginnt am Freitag, 16. Januar, mit der A-capella-Boyband "Viva Voce" und deren Programm "unplugged". Am 13. Februar folgt der Kabarettist HG. Butzko, der seine Höhepunkte aus vier Programmen "Spitzenreiter" nennt. Weiter geht es mit "Neues Kabarett im Dreierpack. Am 12. März treten auf: Ass-Dur ("Musik-Kabarett auf höchstem Niveau"), Johanna Wack (Poetry Slam) und Carmela De Feo ("Der heißeste Flirt seit Erfindung des Akkordeons"). Am 27. März kommt Luise Kinseher mit "Hotel Freiheit" und dessen "frech pointiertes Figuren-Panoptikum" nach Lemwerder. Am 18. April schaut Comedian Michael Krebs mit seiner "Erotik Explo:schen Roadshow" vorbei. Und am 8. Mai schließlich meint Martina Schwarzmann: "So schee kons Lebn sei!" - und bietet Plaudereien mit schwarzem Humor sowie Gedichte und Lieder mit Biss.

Für alle Veranstaltungen gibt es auch weiterhin Karten im freien Verkauf. Weitere Auskünfte unter Telefon 0421/688610.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Typisches 0:0-Spiel verloren
17.11.2008 von Marc Gogol (Die Norddeutsche)

Trotzdem sieht SVL-Trainer Schröder gute kämpferische Leistung

LEMWERDER. Auch gegen den neuen Tabellenführer FC Union 60 hat der SV Lemwerder in der Fußball-Bezirksliga seine Talfahrt nicht stoppen können. In einem lediglich kämpferisch und läuferisch auf hohem Niveau stehenden Spiel mussten sich die Schützlinge von Trainer Heiko Schröder mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

"Wir haben nur eine echte Torchance der Gäste zugelassen", war Heiko Schröder trotz der Niederlage ein wenig stolz auf sein Team. Diese eine Möglichkeit der Gäste brachte allerdings schon früh den Rückstand. Stephan Claespeter, der nach langer Verletzungspause wieder einmal von Beginn an auflaufen durfte, rutschte der Ball über den "Schlappen", davon profitierte in seinem Rücken ein Gästeakteur, und der hatte leichtes Spiel (4.). Danach entwickelte sich "ein typisches 0:0-Spiel" (Schröder) mit wenig Torszenen auf beiden Seiten.

"Wir waren nicht in der Lage, den Gegner in Bedrängnis zu bringen und uns Chancen herauszuspielen", bedauerte Heiko Schröder, dass seine Offensivabteilung erneut nicht den Hebel umlegen konnte. So lief Lemwerder bis zum Schluss dem Rückstand hinterher und kassierte in der Nachspielzeit durch einen 18-Meter-Freistoß den endgültigen Knock-Out. Auch die Einwechselungen von Björn Wolf und André Ziegenbein rund eine Viertelstunde vor dem Spielende brachten nicht die erhoffte Durchschlagskraft.

"Wenn in solch einer Phase das Selbstvertrauen fehlt, dann läuft es im Fußball halt oft so", analysierte Schröder. Dennoch glaubt er, mit der kämpferischen Leistung einen kleinen Neuanfang gesehen zu haben, der ihn für die drei Spiele bis zur Winterpause optimistischer dreinschauen lässt.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Ein Leben lang im Dienste des Sports
17.11.2008 von Christian Pfeiff (Die Norddeutsche)

Rolf Harms erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande

LEMWERDER. Eine ebenso gesellige wie feierliche Atmosphäre herrschte in der Milchbar der Ernst-Rodiek-Halle. Einem so hochrangigen Ereignis wie einer Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Band lässt sich in hiesigen Gefilden schließlich nicht alle Tage beiwohnen. Hauptperson dieses festlichen Ereignisses: Rolf Harms. Auf Anregung des Kreissportbundes (KSB) Wesermarsch sowie des ehemaligen Landrats Manfred Bergner bekam er für sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement den renommierten Orden aus den Händen von Landrat Michael Höbrink (SPD).

Harms war Zeit seiner Lebens in einer Vielzahl von Vorständen diverser landesweiter Sportverbände aktiv. Damit begibt sich Harms in die gute Gesellschaft solch großer Sportler-Namen wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Jürgen Klinsmann, die ebenfalls zu den Trägern dieser Auszeichnung gehören.

Seine sportliche Vereinskarriere begann Harms 1961 als Vorturner beim Lemwerder Turnverein (LTV). Kaum sieben Jahre später avancierte er zum Vizevorsitzenden des Turnkreis Wesermarsch und bekleidete diesen Posten zwei Jahre später auch beim LTV.

Fachkenntnis, Kompetenz und stets vorhandene Basisnähe qualifizierten ihn für größere Aufgaben: 1972 übernahm er für 16 Jahre den Vorsitz des Turnkreises, 1979 den des KSB Wesermarsch, welchem über 150 Sportvereine mit mehr als 50 000 Mitgliedern angehören. Nach seinem Rücktritt im August dieses Jahres wurde er zum ersten KSB-Ehrenvorsitzenden ernannt.

Über alle Vorstandstätigkeiten bewahrte Harms jedoch stets den direkten Draht zur Basis, betätigte sich neben seinem siebenjährigen LTV-Vorsitz von 1993 an zeitgleich noch als Turnwart und Leiter diverser Gruppen sowie als Sportjournalist. Da war es gänzlich nach dem Gusto des Geehrten, dass auch der Festakt zur Ordensverleihung von sportlichen Darbietungen des Stedinger Turnvereins flankiert wurde.

Vor sechs Jahren wurde Harms zudem zum Vizepräsidenten des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB) gekürt. So sei es vor allem sein Verdienst, dass der Sport im Landkreis Wesermarsch heute eine solch bedeutende Rolle spiele, lautete der einhellige Tenor der Gratulanten aus Politik und von Verbandsgenossen. Nicht nur habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gemeinde zurecht stolz auf ihre Sportstätten sein könne. Auch habe er seine Vorstandsposition genutzt, um den KSB zu einer schlagkräftigen Interessenvereinigung auszubauen, was dem Landkreis nicht zuletzt ein Lob für die besten Sportförderrichtlinien Niedersachsens eingebracht habe.

Spürbare Dankbarkeit und persönliche Anerkennung schwangen jederzeit in den Grußworten und Gratulationen mit, die unter anderen Landrat Höbrink, NTB-Präsident Heiner Bartling, Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann und der ehemalige Landrat Udo Zempel an den Würdenträger richteten und ihn einmütig als kompetenten und fairen Kooperationspartner sowie als Koryphäe seines Gebiets lobten.

Harms selbst schlug hingegen in seiner Dankesrede bescheidene Töne an: Obwohl diese Auszeichnung für ihn eine besonders hohe persönliche Anerkennung darstelle, sehe er sich selbst vor allem als ein Teil von Gemeinschaften, deren Erfolg maßgeblich von der Summe ihrer Einzelteile abhänge. "Es verhält sich also wie im Fußball, wo der Mannschaftskapitän stellvertretend für alle Spieler den Pokal in Empfang nimmt."

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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I. Deichband: Müssen auch Proben nehmen
07.11.2008 von Georg Jauken (Die Norddeutsche)

Leicht erhöhte Dioxinwerte in Rodenkirchen mahnen

LEMWERDER·BERNE. "Wir werden auch Proben nehmen müssen": So reagierte der Vorsteher des I. Oldenburgischen Deichbandes, Christel Bohn, auf den Fund giftiger Substanzen an Jadebusen und Unterweser. Über die Herkunft des Dioxins und der sogenannten polychlorierten Biphenylen (PCB), die dort bei Stichproben gefunden wurden, ist zwar noch nichts bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Gifte mit der nächsten Hochwasserwelle die Weser hinauf getragen werden.

Insbesondere jene außendeichs gelegenen Flächen zwischen Orth und Warfleth, die für gewöhnlich bei Hochwasser überspült werden, will Bohn im Auge behalten. Grund zur Beunruhigung sieht er aber nicht. "Was in Brake im Wasser ist, kommt auch hier an", sagt Bohn. Was den Vorsteher beruhigt: In den am Weserufer in Rodenkirchen untersuchten Pflanzen und Gräsern waren lediglich leicht erhöhte Dioxin- und PCB-Werte nachgewiesen worden, berichtete der Umweltdezernent des Landkreises Wesermarsch, Günter Mühlner.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Stichproben am Jadebusen und an der Weser in Pflanzen und Treibsel Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen PCB gefunden wurden, die zum Teil um das Vierfache über dem zulässigen Grenzwert für Futtermittel liegen. Die Untersuchung auf den Salzwiesen am Jadebusen und an der Weser bei Blexen und Rodenkirchen wurden vom II. Oldenburgischen Deichband - nach ähnlichen Giftfunden an den Flüssen Ems und Elbe - bei einem privaten Analyse-Institut in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse des als seriös geltenden Instituts müssen aber noch durch das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg amtlich bestätigt werden. Deren Untersuchungen sollen möglichst bald beginnen. Voraussetzung ist jedoch, dass genug hohes Gras gefunden wird. Um eine einzelne Probe zu nehmen, sind zweieinhalb bis fünf Kilogramm Gras erforderlich.

Da die betroffenen Flächen vor Mai nächsten Jahres voraussichtlich nicht wieder beweidet werden, sieht man beim Laves keine Gefahr im Verzug. Leenert Cornelius, Vorsteher des II. Deichbandes, und Norbert Heising, vom Veterinäramt JadeWeser, versicherten, dass alle Schlachttiere, die auf den betroffenen Flächen gegrast haben, auf Rückstände untersucht würden. Die Erfahrungen von der Ems hätten gezeigt, dass Milch und Fleisch aus dem betroffenen Gebiet unbedenklich sind. Schafslebern wiesen höhere Belastungen auf.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Trotz Resignation weiter kämpferisch
07.11.2008 von Oliver Meibohm (Die Norddeutsche)

Lemwerders Trainer Heiko Schröder ist unzufrieden / Kapitän Henning Diers spricht von einem "Teufelskreis"

LEMWERDER. "Eine gewisse Resignation ist bei mir auf jeden Fall vorhanden." Heiko Schröder ist mit seinem Latein am Ende. Seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren als Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Lemwerder versucht er, aus vielen "Einzelkämpfern" eine Einheit zu formen, die den Aufstieg in die Landesliga schaffen kann. "Dieses Ziel haben mein Co-Trainer Gerd Kuhn und ich bis zum jetzigen Zeitpunkt klar verfehlt", nimmt Schröder kein Blatt vor den Mund.

Klar verfehlt hat der SVL deshalb auch seine sportlichen Ziele, mit denen der Verein aus der Wesermarsch in die Saison gestartet war. Rang elf mit lediglich zwölf Punkten lautet die ernüchternde Bilanz nach zehn Spielen. Zuletzt blieb Lemwerder sogar sechsmal in Folge ohne Sieg und kassierte zudem bittere Derby-Niederlagen gegen Türkspor II, Lüssum und Blumenthal II. Und Heiko Schröder findet, dass die Tabelle nicht lügt. "Wir stehen da, wo wir leistungsmäßig hingehören."

Das Klima innerhalb der Mannschaft habe schon in der vergangenen Saison nicht gestimmt und letztlich dafür gesorgt, dass der Aufstieg verpasst worden war. Gegen diese "Cliquenwirtschaft" wollte der SVL-Trainer etwas unternehmen. "Wir fassen die Jungs jetzt härter an", hatte der 45-Jährige im Sommer angekündigt. Daraus wurde nichts. "Ich komme mir echt machtlos vor", zuckt Heiko Schröder mit den Schultern. "Wir können nur als Team funktionieren. Doch eben dieses Team gibt es bei uns nicht."

"Stimmt", nickt Stephan Claespeter. "Wir sind zurzeit keine Mannschaft. Und die Einstellung insgesamt ist sehr fragwürdig." Zwar hat der 32-Jährige nach langer Verletzungspause (Knorpelschaden im linken Knie) in dieser Serie nur ein Punktspiel bestritten, die Nähe zur Mannschaft habe er deshalb aber nicht verloren. "Die Trainingsbeteiligung ist äußerst mager, und zudem fehlt es einigen Akteuren an der richtigen Selbsteinschätzung."

Von einem "Teufelskreis" spricht Henning Diers. Der Torjäger sei vor eineinhalb Jahren von der Spielvereinigung Berne nach Lemwerder gewechselt, "um in die Landesliga aufzusteigen." Zurzeit sei die Mannschaft von diesem Ziel jedoch meilenweit entfernt. "Bei uns fehlt der Zusammenhalt. Wir sind auf dem Platz keine richtige Einheit. Es wird zu viel gemeckert, wenn es nicht läuft."

Den Teufelskreis von sechs sieglosen Spielen in Folge wollen die Lemwerderaner am morgigen Sonnabend durchbrechen. Dann spielen sie beim Spitzenreiter TSV Hasenbüren. "In dieser Begegnung sind wir kein Favorit und stehen nicht so unter Druck, als wenn wir gegen Grolland oder Werder IV auflaufen", hofft Stephan Claespeter auf die Wende zum Guten. "Wir müssen endlich mal in Führung gehen, unsere leichten Fehler schnellstens abstellen und benötigen dringend ein Erfolgserlebnis", hat auch Henning Diers die Hoffnung nicht gänzlich aufgegeben, dass der SV Lemwerder in dieser Serie vielleicht doch noch eine gute Rolle spielen kann.

Aufgeben wird übrigens auch Heiko Schröder nicht. "Ich werfe die Flinte nicht einfach so ins Korn", gibt sich der Trainer kämpferisch. "Außerdem", betont der 45-Jährige, "haben wir an Hasenbüren gute Erinnerungen. Dort haben wir im Vorjahr, als es bei uns zuvor ebenfalls nicht rund gelaufen war, 3:1 gewonnen und anschließend eine Serie gestartet." Der Trainer glaubt also weiterhin an bessere Zeiten - aber er ist auf ein funktionierendes Team angewiesen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Tennis-Anlage wird winterfest
29.10.2008 von HJO (Die Norddeutsche)

BERNE (HJO). Es ist nicht zu leugnen: Der Winter lässt angesichts des ersten Frostes dieser tage nicht mehr auf sich warten. Deshalb treffen sich am kommenden Sonnabend, 1. November, die Mitglieder des Berner Tennisvereins ab 10 Uhr auf dem Tennisgelände am Schulplatz, um zum Ende der Freiluftsaison ihre Anlage winterfest zu machen. Der Vorstand des Vereins hofft auf rege Beteiligung. Wer am Sonnabend verhindert ist, aber vielleicht vorher eigenständig Hand anlegen möchte, möchte sich beim Platzwart Werner Wolff, Telefon 044 06 / 68 60, melden und dort die notwendigen Arbeiten erfragen.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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Lampenfieber vor Kampf mit den Windmühlen
29.10.2008 von Julia Ladebeck (Die Norddeutsche)

Eden Theater feiert morgen Premiere des Stücks "Don Quijote"

LEMWERDER. Langsam aber sicher steigt das Lampenfieber. Wenige Tage vor der Premiere des Theaterstücks "Don Quijote oder die Träume werden wahr" in der Begu Lemwerder werden die Akteure des integrativen Eden Theaters langsam nervös. "Ich hab Angst, dass irgendwelche Fehler passieren", sagt Birgit D uhm, die im Stück gleich drei Rollen übernimmt. Morgen, da sind sich die Schauspieler einig, muss einfach alles glatt gehen.

Im Februar dieses Jahres hatten die 13 Frauen und Männer unter der Leitung von Waldo Bleeker und Theaterpädagogin Mirjam Dirks mit den Proben begonnen. "Für das Stück haben wir uns entschieden, weil es durch die Vielfalt der Abenteuer, die Don Quijote und Sancho Pansa in der Geschichte erleben, die Möglichkeit bietet, einzelne Szenen herauszugreifen und darzustellen", so Waldo Bleeker.

Don Quijote und seiner treuer Freund und Knappe Sancho Pansa machen sich auf, um als fahrende Ritter gegen das Unrecht zu kämpfen und allerhand Abenteuer zu bestehen. Wie die edlen Helden in ihren geliebten Ritterromanen wollen sie sich in Gefahren stürzen und so beginnt eine spannende Reise, in deren Verlauf Windmühlen zu wirbelnden Gespenstern, Mönche zu Zauberern, Gasthöfe zu Schlössern und ein Bauernmädchen zur Prinzessin werden.

"Das Stück stellt besondere Herausforderungen an die Schauspieler, weil sie darin bestimmte vorgegebene Rollen spielen und mit Leben füllen müssen", erklärt Waldo Bleeker. Dabei seien vor allem ihre individuellen Fähigkeiten und Kreativität gefragt. "Die Texte kommen von den Schauspielern selbst", erläutert der Gruppenleiter. Ganz neu ist für die behinderten Akteure die Zusammenarbeit mit den Musikern der Gruppe "Die lustigen Harmoniker", die die Szenen während der Aufführung musikalisch untermalen und zum Teil auch auf der Bühne präsent sein werden.

"Die Kooperation mit Nichtbehinderten ist mir sehr wichtig", betont Waldo Bleeker, der die Mitglieder der Musikgruppe spontan eingeladen hatte, bei der Theaterproduktion mitzuwirken. "Wir haben uns eine Probe angeschaut und dann gleich zugesagt", erzählt Erich Bolte, Leiter der "Lustigen Harmoniker". Zu den einzelnen Szenen suchten die Musiker passende Stücke aus ihrem Repertoire und stellten so das Programm zusammen. "Jetzt sind wir gespannt, wie am Donnerstag alles klappt."

Auch die Mitglieder des Eden-Theaters fiebern dem Premierentag entgegen. Alle haben bereits Bühnenerfahrung, einige der Schauspieler sind bereits seit Gründung des Eden-Theaters im Jahr 2000 dabei. So auch Hergen Bauer, der in "Don Quijote" einen falschen Bräutigam und einen Feldarbeiter verkörpern wird. "Unser Stück ’Die Heilige Johanna der Schlachthöfe’ war auch ein geschichtliches Stück - so wie Don Quijote. Das gefällt mir", sagt er. Wie auch die anderen Darsteller hat er für die erste Aufführung nur einen Wunsch: "Hoffentlich geht alles gut."

Die Premierenaufführung des Musiktheaters "Don Quijote oder die Träume werden wahr" beginnt morgen um 20 Uhr in der Begegnungsstätte Lemwerder, Edenbütteler Straße 5. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Mit freundlicher Genehmigung des Weser-Kuriers

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  06.01.2009, 01:50 Uhr Lesezeichen hinzufügen! E-Mail an Webmaster 
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